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Schätze finden auf Verdacht

Tipp: Grundstückswert im Fall eines Funden ? Schweiz Deutschland Österreich

Märchen, Mythen, Mittelalter...

Heiliger Gral, Nibelungenhort und Eldorado
Die Suche nach verborgenen und verschollenen Schätzen als solches dürfte wohl eine derjenigen Aktivitäten sein, die unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht immer wieder aufs Neue die Neugier, den Forschungsdrang und den Wissensdurst von an Geschichte interessierten Zeitgenossen findet, weckt und am Leben erhält. Mit spannenden Geschichten, Märchen und Erzählungen über geheimnisvolle Schätze von Piraten, Räubern, Herrschern, Kaisern und Königen wachsen nicht nur noch immer die meisten Kinder heutzutage auf, das mitunter mythische Sujet gehört mittlerweile auch untrennbar zur Populärkultur, welche die einschlägigen Berichte, Sagen und Legenden unermüdlich für neue oder neu inspirierte Bücher, Filme, Lieder, Spiele und Theaterstücke nutzt. Auch viele Reisedestinationen im In- und Ausland vermarkten ihre Regionen und Orte gerne als angebliche oder tatsächliche Verstecke historischer Schätze, das wohl weltweit bekannteste Beispiel hierfür dürfte wohl sicherlich die Suche nach dem Heiligen Gral sein, dessen Aufbewahrungsort je nach Deutung und Spekulation im Südwesten Englands, in den französischen oder spanischen Pyrenäen, auf der unterfränkischen Burg Wildenberg im Odenwald im bayerischen Landkreis Miltenberg oder in der Kathedrale von Valencia vermutet wird. Auch um den sagenhaften wie fluchbeladenen Schatz der Nibelungen, der vermeintlich von Hagen von Tronje im Rhein versenkt wurde, ranken sich seit bald 800 Jahren zahllose Gerüchte, immer wieder wurde das Rheinknie bei der Wüstung Lochheim auf dem Gemeindegebiet von Biebesheim am Rhein im hessischen Kreis Groß-Gerau als Lager des Goldschatzes angeführt, gefunden wurde bislang jedoch noch nichts. In Übersee dürfte die Legende von Eldorado (Das Goldene) die am meisten kolportierte sein, verortet wurde das angebliche Goldland entweder in der Nähe der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, am Amazonas, in Peru oder im heutigen Venezuela.
 

Piraten, Räuber, Ritter und Ruinen...

Funde und Vermutungen in Deutschland

Hierzulande existieren neben des bereits weiter oben genannten ebenfalls einige weitere, als Verstecke von Schätzen gehandelte Orte. Zumeist handelt es sich dabei um eine der vielen deutschen Burgen oder deren Ruinen, bestimmte eher abgelegene Seen und Gewässer, wie auch aufgegebene Bergwerkstollen sowie verlassene Siedlungen und Dörfer. Diese waren in der Vergangenheit tatsächlich oftmals Fundorte von Schätzen und Artverwandtem oder tauchen als solche immer mal wieder in mehr oder weniger spekulativen Texten und Berichten in den Massenmedien auf. Häufig stehen diese angenommenen Schätze im Zusammenhang mit auch sonst noch immer sehr bekannten historischen Figuren, so wird etwa noch immer gerätselt, wo der berühmte damalige Seeräuber und Viktualienbruder Klaus Störtebeker (um 1360 bis etwa 1401) die Beute seiner reichhaltigen Raubzüge größtenteils verborgen hat. Dem noch heute populären Piraten, der vermutlich in Wismar und/oder auf der Insel Rügen aufgewachsen sein soll, wird mitunter nachgesagt, dass er das Gebiet des heutigen Nationalparks Jasmund im Landkreis Vorpommern-Rügen, genauer gesagt eine Höhle in den dortigen markanten Kreidefelsen als Schatzkammer gewählt habe, bewiesen und gefunden wurde jedoch bislang noch nichts. Tatsächlich gefunden wurde allerdings der Schatz der Sachsen oder der Wettiner, und zwar von zwei Hobby-Schatzsuchern im Jahr 1996 auf der Rückseite des Jagd- und Wasserschlosses Moritzburg bei der gleichnamigen Gemeinde im sächsischen Landkreis Meißen. Der im Winter 1945 vom damaligen Ernst Heinrich Prinz von Sachsen (1896 bis 1971) mit Helfern vergrabene Schatz umfasste Münzen, Tafelsilber und Edelmetall im Wert von ca. 12 Millionen Euro und ist heute im Bayerischen Nationalmuseum in München zu besichtigen. Nicht minder spektakulär war auch der fast zufällige Fund von ca. 300 Silbermünzen aus dem 13. Jahrhundert auf dem Gelände der Burg Dollnstein in der gleichnamigen Gemeinde im bayerischen Landkreis Eichstätt im Jahr 2008.
 

Unklares Schicksal, verschlungene Wege...

Ungehobene und verschollene Schätze
Es würde wohl sicherlich leicht den Rahmen sprengen, auch nur einen Bruchteil aller im deutschsprachigen Raum kursierenden Sagen und Legenden bezüglich versteckter Schätze an dieser Stelle zusammenfassen zu wollen, zu umfangreich und lokal dispers ist die diesbezügliche Informationslage. Eine recht bekannte und nach Meinung auch seriöser Forscher zumindest nicht gänzlich der Fantasie entsprungene Schatzgeschichte realer Natur handelt etwa vom einstigen Ritter und Goldminenbesitzer von Weichs, der im 14. Jahrhundert in der Nähe der Gemeinde Ohlstadt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen auf seiner Burg Schauenburg/Skorzenburg gelebt haben und anlässlich einer Belagerung durch Augsburger Truppen seinen umfangreichen Goldschatz in einer seiner Minen im Heimgartenmassiv der Bayerischen Voralpen versteckt, den Eingang verbarrikadiert und mit der römischen Ziffer V für fünf markiert haben soll. Potenzielle weitere deutsche Orte, die als Verstecke bedeutender Schätze eingeschätzt wurden und werden sind Westerstede-Mansie im Landkreis Ammerland in Niedersachsen, wo sich der Mansinger Burgschatz verbergen soll, die Gemeinde Mellenbach-Glasbach im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen, wo auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters Teile des Schatzes der Ludowinger vermutet werden und die Burg von Dölau nahe der Stadt Greiz im Landkreis Greiz in Thüringen, wo immer wieder die Rede von einem großen Goldschatz war und ist. Stille Wasser sind tief: Seen, in denen manche Nazi-Gold sehen Der ca. 3,7 Km² große Stolpsee im Naturpark Uckermärkische Seen im Landkreis Oberhavel in Brandenburg kommt alle Jahre wieder in die Schlagzeilen, weil angeblich Hunderte von Kilo Gold und Platin auf seinem Grund ruhen sollen, der einst von der SS kurz vor Kriegsende versenkte, aber bis zum heutigen Tage trotz mehrfacher Versuche bisher weder genau geortete noch gar geborgene Schatz bleibt unauffindbar. Ähnliches wird auch dem kleinen Toplitzsee im Salzkammergut in der Steiermark in Österreich nahe der Kurstadt Bad Aussee im Bezirk Liezen nachgesagt, dort fand man aber bis heute lediglich alte Waffen und Munition, jedoch keine wertvollen Schätze. Der gut 16,5 Km² große Walchensee im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in Oberbayern etwa 75 Km südlich von München soll auch als Ruhestätte von zahlreichen Säcken von Gold durch die Nazis zweckentfremdet worden sein, wie bei den beiden anderen Gewässern bleibt es jedoch höchst unklar und strittig, ob dort noch im April 1945 tatsächlich große Teile der Goldreserven der Reichsbank vor der US-Army und den Sowjets in Sicherheit gebracht worden, da es bislang ebenfalls keinerlei Funde zu verzeichnen gibt.

Verfasst von Pierre Rumanier

"Der Verdacht auf archäologische Schätze könnte den Grundstückswert eines unbedeutenden Fleckchens ernomieren" Zitat  über den verborgenen Grundstückswert

Fundorte und deren Eigenschaften

Ein sehr interessantes Thema is wohl die Eigenschaften von Fundorten Topographie und Fundorte.