Finderlohn-Millionaire?

Etwa 1 Million Pfund soll der aus Schottland stammende Sondengänger
David Booth für den Fund eines keltischen Schatzes bekommen haben.

Lohnt sich eine Schatzsuche?

Nach den Berichten der Medien stellt sich immer öfters die Frage: Lohnt sich eine Schatzsuche? Welche Gesetze sind für Schatzsucher zu beachten, um Probleme zu vermeiden und gibt es sie wirklich, die Finderlohnmilionäre?

Wenn man vom Suchen an Flüssen und Seen ausgeht, so gibt es einige Regeln für einen guten Fundort. Die besten Fundstellen an Seen sind Bootstege oder Anglerplätze. Hier lassen sich wertvolle Funde wie Kriegsgut, Diebesgut und Opfergaben heben. Bei Flüssen sind die Biegungen und Furten Orte der Schatzsuche. Dort lagern sich begehrte Gegenstände durch die Strömung ab. Wer sich auf historische Funde spezialisiert hat, wird in der Nähe von Klöstern, Burgen und vor allem Schlössern einiges Wertvolle finden. Oft lohnt es sich auch, in Kirchenarchiven oder Schulbibliotheken nach historischen Fundstellen zu forschen. Historische und prähistorische Funde allerdings sind bei den zuständigen Behörden meldepflichtig. Profunde Kenntnisse sind neben guten Kontakten zu Wissenschaftlern hierbei von grosser Bedeutung.
  

   

Thema: Finderlohn Millionaire

Die einfachere Methode der Schatzsuche ist das Sondengehen mit einem guten Detektor von mindestens dreißig Zentimetern Suchtiefe an begehrten Touristenstränden. Schmuck, Eheringe, metallene Armreifen aber auch Handys, Geldbörsen, Münzen sind lohnende Objekte als Finderlohn.

Zum Auffinden von Metallstreifen in Geldscheinen ist jedoch ein sehr qualifizierter und kostspieliger Detektor notwendig. Beim Schatztauchen wird es schon schwieriger, aber auch dabei gibt es nützliche Hinweise auf Fundstellen von noch unentdeckten, gesunkenen Wracks. Die meisten der Schiffe waren in London bei Lloyds versichert. Aus den Jahrbüchern lassen sich einige interessante Rückschlüsse auf etwaige Fundstellen schließen. Aber allein die Vorbereitungen für das Schatztauchen sind sehr umfangreich und teuer. Es bedarf außerdem einer gewissen Zeit, das Tauchen so sicher zu erlernen, dass man sich selbstständig hinunter in die Tiefe wagen kann. Die See birgt viele Gefahren, wobei diese Art der Schatzsuche wohl als die lukrativste Möglichkeit gilt. Es ist nicht genau abzuschätzen, welche Summen noch in den alten, gesunkenen Wracks auf dem Meeresgrund schlummern. In der Karibik ist das Schatztauchen von den gesetzlichen Bedingungen her noch lukrativ zu nennen. Das wissen aber auch vor Allem die Profis, die ungern ihre Gewinne teilen. Manche Seegebiete, wie zum Beispiel die der Ostsee, sind für Tauchgänge gesetzlich verboten.

Was die Fundsachen selbst angeht, so gelten verschiedene Gesetzestexte. Fundsachen müssen im europäischen Raum im örtlichen Fundbüro abgeliefert werden. Wenn sich der rechtmäßige Besitzer nach sechs Monaten nicht meldet, kann der Finder die Stücke abholen. Ansonsten bleibt ein Finderlohn von fünf Prozent oder drei Prozent bei mehr als Fünfhundert Euro des gefundenen Gegenstandswertes für den Finder übrig. Bei antiken oder anderen Gegenständen, die aus einem Weiher oder einem anderem Gewässer geborgen werden, erhält man einen Finderlohn von der Hälfte des Fundwertes, die andere Hälfte steht dem Besitzer des Gewässers zu. Manche Landesgesetze zwingen den Finder, die Stücke an den Staat zurückzugeben, ohne einen Finderlohn zu erhalten. Funde aus internationalen Gewässern stehen dem Finder direkt zu.

Das Sondengehen ist sicher ein lukratives Hobby, wenn man es systematisch und intensiv betreibt. Um den großen Schatz zu finden, dessen Finderlohn einen zum Millionär macht, benötigt man sehr kostspielige Geräte, eine gute Spürnase und noch mehr Glück.