Die Schatzsucher im Gehirn

Achtung schräg !

"Das Auge des Edelherzigen legt Worte offen, die in Schriften lassen auf Gold und Silber hoffen. Das edle Auge gleichwohl verlieret, jeden Vers der vom Weg beirret." Hildur&Bruce

Selektive Wahrnehmung als Dekodierer

Dass einige Schatzkarten erst dann entschlüsselt werden und Fundorte in jenem Moment geborgen werden können, wenn der Sucher, sei es ein edler Ritter oder ein bescheidenherziger Wanderer, ein gutes reines Herz hat. Das ist der Gedanke hinter dieser geheimnisvollen Hypothese.

Selektive Wahrnehmungsmechanismen als Schatzsucher

Ob es sich um übertragene Sagen und Legenden handelt oder um andere Informationen die in Verbindung mit verborgenen Schätzen stehen, es gibt immer eine Art Absicht des Erzählers. Es könnten Verschleierungsversuche eines Journalisten, Anliegen eines Dichters aus dem Frühmittelalter oder ein memetisch übertragener Moralcodex hinter der geistigen Kodierung stecken. Es ist durchaus möglich was die vielleicht geheimnisvollsten Theorien und Hypothesen zum Thema Schatzsuche behaupten. Selektive Wahrnehmung könnte als Ver- und Entschlüsselungsmechanismus in komplexen und reichhaltigen Texten eingesetzt worden sein.

"Wer reinen Herzens ist..."

So könnte eine "geistig-verschlüsselte" Schatzkarte in einer alten Schrift aussehen. Der Autor weiß von potentiellen Goldfunden in der Nähe eines Gebirgsflusses. Es ist dem mysteriösen Schriftführer von Bedeutung, dass der künftige Finder edel im Herzen ist. Werte der Menschlichkeit und des Teilens mag der Ritter des Goldes in sich tragen. Der Schatz wird von einem Fluch bewacht, der Räuber und nach Reichtum strebende Goldsucher abschrecken soll. Die Wirkung der ganzen Erzählung ist so aufgebaut, dass unedle Herzen zwar genug Unterhaltung finden um die Geschichte am Leben zu halten aber nur dem für die guten Werte sensiblen Geist ermöglicht, alles implizit wegzublenden und nur die darin verborgene episodische Schatzkarte zum besagten Gebirgsfluss wahrzunehmen.

Eine derartige Hypothese wird oft "Seeker's Yen" genannt, was so viel wie bedeutet wie "Sehnsucht des (edlen) Schatzsuchers"

Die Sehnsucht die Karten öffnet

Selektive Wahrnehmung und Ziele
Wie unterschiedlich die implizite Wahrnehmung sein kann, wenn Versuchsgruppen verschiedene Gefühlszustände haben zeigen schon die Experimente wie die des russischen Psychologen Alfred Yarbus. (Das Gemälde-Experiment)

SW Schatzkarten?

Selektive wahrnehmbare Karten (Seeker's Yen Schatzkarten) werden von manchen Schatzsuchern in mittelalterlichen Büchern, antiken Hieroglyphenschriften,  Gemälden, Teppichmustern und sogar in der Architektur historischer Bauwerke vermutet.  Ein spannender Gedanke...

Schatzsucher