Wert in Abhängigkeit von Schatzfunden

Wenf ermitteln:
Klassisch wird der Wert eines Grundstücks etwa wie folgt berechnet. Bodenrichtwert in m² mal der Grundstücksgröße. Oft ist Bauland um das Dreifache teuerer als Agrarland. Für die Wenf-ermittlung nimmt man in der Regel den m² Preis von Agrarland, da bei einer Schatzsuche keine Bautätigkeit stattfindet, zumindest sollange kein Schürfanlagen oder Bergwerke benötigt werden, und addiert den Wert mit dem Teil des Fundes der dem Grundstücksbesitzer zukommt. Dies schwankt je nach Denkmalschutzgesetz bzw. Fundrecht, der Region, des Landkreises oder Bundeslandes, in der der Schatzfund geborgen wird. Bei der hadrianischen Teilung sind es 50% des Schatzwertes bei dem Großen Schatzregal ,ist es 0%. Das heisst der Schatz geht als ganzes in den Besitz des Staates übrig. Der Finder hat nichts davon. Noch komplizierter wird es wenn noch nicht gewiss ist ob und welche Wertsachen im Grundstück verborgen sind, etwa bei einer Trovecy-Spekulation, da muss die Wahrscheinlichkeit des Fundes und der Wert des selber, geschätzt werden. Die Trovecy, auch Grundlesen, ist wie eine eigene Wissenschaft für sich. Oft helfen alte Karten wie auf dem Bild dargestellt.
 

Berechnen ermitteln oder schätzen

Die Besitzer eines Ackers, mit dem Grundstückspreis von 6 Euro pro m² packen den Metalldetektor aus und suchen das Agrargrundstück nach metallenen Schätzen ab. Plötzlich erkennt die Suchspule ein Objekt unter der Erde, innerhalb des Ackers der sich übrigens auf einer 1000 m² Fläche erstreckt. Nach langem ungeduldigen Graben stoßen die Schatzsucher auf eine alte Holzkiste.
Nach dem Öffnen strahlen die Gesichter vor Freude, eine Münzschatz von römischen Goldmünzen im Wert von 20.000 Euro wurde erbeutet. Der Acker liegt in einer Region ohne Schatzregal, das Fundrecht würde eine Hadrianische Teilung vorsehen, wären Finder und Grundstücksbesitzer zwei verschiedenen Personen. In diesem Fall aber wurde der Münzschatz vom Grundstücksbesitzer geborgen, gehört rechtlich, laut dem Fundrecht der Region, ihr oder ihm allein.
Der Wert des Grundstücks beträgt also 6 Euro mal 1000 m² + 20.000 (Schatz) = 26.000 Euro. Dieser Grundstückswert ist aber vollkommen unbedeutend, da sich der Fund vom Besitzer bergen lässt und daher nicht mit dem Grundstück gemeinsam zum Kauf angeboten wird.

Eine Berechnung des Wenf würde eher Sinn machen, wenn ein Schatzfund, des Gewichtes, der Empfindlichkeit oder der Größe wegen, nicht vom Eigentümer geborgen werden kann.

Ein ganz anderer Fall, wäre eine Schätzung, wo noch kein Schatz gefunden wurde aber viel auf ein mögliches Depot hindeutet.   

Im Fall eines gefundenen Wertobjekts ist meist die Kenntnis vom erhöhten Grundstückswert dann relevant, wenn der Schatz selbst nicht geborgen werden kann oder soll und der Grund verkauft wird. Andererseits ist beim Trovecy-Grund, dann der in diesem Fall erschätzte Wenf, bei Erwerbung des selben interessant.