Gold der Samurai

Die Insel Sado liegt im Japanischen Meer vor der Küste der Insel Monshû, unweit der Stadt Niigata, und ist etwa 855 qm groß. Damit hat sie in etwa die Größe der Insel Rügen. Sado ist vulkanischen Ursprungs, der höchste Berg ist mehr als 1.000 m hoch. Die Insel zieht jährlich etwa 70.000 Touristen an.

Zwangsarbeit für Gold: Eine der Attraktionen der Insel Sado ist die Goldmine aus der Edo-Zeit. Das Gold und Silber der japanischen Militärherrscher, die Shôgun genannt werden und der Klasse der Samurai angehörten, kam zu einem guten Teil aus den Minen von Sado, die mit einem jährlichen Ertrag von 400 kg Gold und 40 t Silber recht rentabel waren.


In der Pracht wird der goldene Teeraum in der Burg von Osaka mit dem Bernsteinzimmer verglichen, sagt man.

Die Vorkommen an Gold und Silber wurden im Jahr 1601 von Toyotomi Hideyoshi entdeckt, der seit 1590 über die japanischen Inseln herrschte. Sado wurde damals die Goldinsel genannt, allerdings hieß sie bald auch "Todesinsel", denn Hideyoshi ließ vor allem Strafgefangene und strengen Auflagen und fast unmenschlichen Bedingungen das Edelmetall im Tagebau fördern.

Der Gewinn diente der Festigung seiner Macht, das Gold wurde in Bestechungsgelder und Geschenke an die Gefolgschaft angelegt. Die Aufsicht über die Minen hatten Samurai, die in der Gefolgschaft Hideyoshis standen.

Die Minen von Sado können heute noch besichtigt werden. Ein Teil ist zur Touristenattraktion ausgebaut worden und erzählt mithilfe von animierten, elektronischen Puppen vom harten Leben der Minenarbeiter, die durch ihre Arbeit Leben und Herrschaft des Tokugawa-Shogunats auf finanziell solide Beine stellten. Die Sado Kinzan Gold Mine ist in verschiedenen geführten Touren zu besuchen, und Hinweisschilder in englischer und japanischer Sprache machen individuelle Touren möglich.

Autor M. B. W.

Aber man findet auch Gold in der Nähe,
etwa beim Goldwaschen in Österreich, Deutschland
und der Schweiz.

weitere Schätze

Verborgene Schätze und Funde