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Schatzversteck ermitteln

Was bedeutet diese Schatz-Formel? Wie kann ich sie anwenden? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Mögliche Treasure-Trovecy-Formel für Schatzverstecke etwa für die Anwendung auf alten Landkarten: Wenn 7 maximale Fundwahrscheinlichkeit könnte Formal lauten: Fundwahrscheinlichkeit = Katastrophe(1) + homogene Topographie(1) + optimale Verkehrslage(1) + Marker(1) + Siedlungsnähe(1) + literarische Hinweise(2)

Psychologie der Schatzfunde

Wer etwas vor anderen verbirgt, hat dafür Gründe und in diesen könnte der Schlüssel dazu liegen, herauszufinden wie und wo etwas verborgen wurde. Könnte man also anhand einer psychologischen Analyse des Verbergens von Schätzen verifizierbare Anhaltspunkte festmachen, die zum Versteck selbst führen? Im Folgenden seien einige kurze Überlegungen dazu aufgeführt.

Vorausgestellt: Anders sieht es bei absichtlich Verborgenem aus, hier gibt es durchaus nachvollziehbare Motive. Zunächst ist davon auszugehen, dass der Besitzer seinen Schatz so deponiert, dass er selbst wieder auf ihn zugreifen kann. Sein Ziel ist die Bewahrung aus persönlichem Interesse bei vollständiger Kontrolle über das deponierte Gut. Ein gutes Versteck sollte, das ist nur logisch, nur demjenigen bekannt sein, der es angelegt hat. Der Besitzer sichert so, dass nur er über den Schatz verfügen kann und, dass auch in seiner Abwesenheit vollkommener Schutz der versteckten Objekte besteht.

Hinsichtlich der Lage und der Art des Versteckes ist es maßgeblich zu wissen, welchem genauen Zweck es diente. Dieser lässt sich auf zwei Grundmotive mit möglichen Abstufungen zuspitzen. Zum einen, erfreute sich der Besitzer regelmäßig am Anblick seines Schatzes? Werden die Objekte also nach und nach deponiert und vielleicht auch teilweise wieder entnommen? Oder, zum anderen, wird etwas auf unbestimmte Zeit versteckt ohne, dass das Versteck zwischenzeitig aufgesucht wird?

Im ersteren Fall wird sich der Schatz in einem engeren Radius um den ständigen Aufenthaltsort des Besitzers, also im oder am Haus oder einer Burg bzw. in der näheren Umgebung, befinden. Das ermöglicht ungehinderten Zugriff, der keine verdachtserregenden längeren Abwesenheiten des Besitzers bedingt. Münzen oder Geldscheine können in Töpfen im Keller versteckt, eingenäht in die Matratze, hinter Dachsparren gesteckt, im Garten vergraben, in Mauernischen, hinter losen Ziegeln, Wandtäfelungen und Gemälden oder in hohlen Gegenständen, in Baumhöhlungen oder in natürlichen Felsspalten versteckt werden. Der Schatz ist unsichtbar für das Umfeld, für den Besitzer aber bleibt er immer gegenwärtig.

Anders ist es im zweiten Fall, wenn Güter plötzlich auf unbestimmte Zeit versteckt werden, auf der Flucht vor kriegerischen Auseinandersetzungen, wie bei den Germanenüberfällen im Römischen Reich oder im Dreißigjährigen Krieg. Solche Depots werden in großer Eile angelegt, meist vergraben oder verborgen, beispielsweise im Wald entlang des Fluchtweges. Ähnliches gilt auch für Beutegut, das Diebe auf der Flucht zurückließen. Monstranzen, die im Mittelalter aus Kirchen geraubt und an markanten Wegekreuzungen verscharrt wurden, sind historisch belegt. Diesen Handlungen liegt der Beweggrund schnellen Verbergens in der Hoffnung auf ein Wiederfinden in der Zukunft zugrunde. Vielleicht nutzte man einen markanten Landschaftspunkt, um sich später orientieren zu können. Offenes Gelände wird dabei eher gemieden worden sein. Daher liegt die Nutzung von Wäldern, Felsen u.ä. nahe, um die Gefahr, beobachtet zu werden, gering zu halten. In solchen Fällen verblieben die Schätze oft in ihrem Versteck, weil ihre ursprünglichen Besitzer nicht zurückkehren konnten. In dieser kurzen Erörterung offenbaren sich etliche externe und interne Faktoren, die die Wahl eines Versteckes beeinflussen können. Interne Faktoren sind die Motive der Besitzer.

Häufiger Zugriff verlangte Siedlungsnähe; dauerhaftes Deponieren auf unbestimmte Zeit konnte auch fernab davon, aber wahrscheinlich in der Nähe von Wegen und Straßen erfolgen. Durch die Einwirkung von außen kommen externe Faktoren ins Spiel.

  • War der Besitzer zum Verbergen durch Gewalt von Dritten gezwungen?
  • Welche Topographie stand zur Verfügung?
  • Bietet diese natürliche Verstecke, wie Felsformationen oder leerstehende Gebäude, Stollen, Grotten, die oft nur Einheimischen bekannt sind?
  • Wie ist die Infrastruktur?


Auf Handelsrouten bewegten sich Güter und Begüterte. Entlang dieser Linien wuchs auch das Vermögen derer, die vom Verkehr profitierten. Vor allem die Gastronomie und die Fuhrunternehmer gelangten so zu Reichtum, den sie unter Umständen zum Schutz vor Überfällen verbargen. Für den Schatzsuchenden kommt noch ein wesentlicher übergeordneter Faktor dazu.

  • Wie ist der heutige Wissenstand um das Versteck?
  • Wusste nur der Besitzer von dem Schatzversteck oder gibt es Mitwisser?
  • Gibt es verifizierbare historische Nachrichten oder Legenden über den Schatz und seinen Besitzer?


Wenn diese Fragen positiv beantwortet werden können, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich ein Schatzversteck gibt, immens. Aus diesen Einflüssen lassen sich nun einzelne Faktoren herauslösen, die Multiplikatoren für die Wahrscheinlichkeit eines Schatzfundes sind.

Wenn man annimmt, dass Schätze aus den oben genannten praktikablen Gründen oft in Siedlungsnähe (S) und oder in günstiger Verkehrslage (V) sowie in einer heterogenen Topographie (T) verborgen worden sind, spiegeln sich hierin begünstigende Faktoren wider. Auch, dass sich bestimmte optische Marker (M) zur Wiedererkennung positiv auswirken oder, dass Gebiete, von Katastrophen (K), wie Kriegen etc., heimgesucht wurden, erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Existenz noch unentdeckter Schätze. Insbesondere eine Überlieferung zur Geschichte des Schatzes (Q) erhöht die Chancen immens. Mittels einer Formel, bei der jeder dieser Faktoren, so er vorhanden ist mit "1" und bei Nichtvorhandensein mit "0" multipliziert wird, könnte man einen hypothetischen Wahrscheinlichkeitswert ermitteln. Der Aussagewert des überlieferten Wissensstandes (Q) ist deutlich höher, als der der übrigen Faktoren. Dem wird Rechnung getragen, in dem dieser mit "2" multipliziert wird. Die Formel würde im günstigsten Fall, wenn alle Faktoren angetroffen werden, dann lauten: S(1)+V(1)+T(1)+M(1)+K(1)+ Q(2). Es ergäbe sich der Maximalwert 7 mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Existenz eines Schatzdepots. Im Gegenzug würde man bei ungünstigsten Verhältnissen, S(0)+V(0)+T(0)+M(0)+K(0)+Q(0) einen Wert von 0 erhalten und damit von sehr geringen Erfolgsaussichten ausgehen müssen.

Ob diese, zugegeben rein theoretischen, Überlegungen einem Praxistest standhalten können, würde man allerdings erst nach einer bzw. noch besser mehreren empirischen Anwendungen sagen können.

Bei jeglicher Schatzsuche ist Fundrecht und Denkmalschutz zu beachten

Das vermittelte Wissen dient ausschließlich jenen die sich an die Regeln halten.
Denkmalschutzgesetze, sowie andere gültige Gesetze sind zu beachten, etwa die Meldepflicht bei Entdeckung von Horten und Schatzverstecken.  Es geht um eine gute Zusammenarbeit zwischen der offiziellen Forschung und Hobby-Sondengängern.

Theoretische Ansätze für  "Treasure Trovecy" Techniken. Eine Schatzhort- Trovecy (trove = Fund, prophecy = Weissagung) stellt mögliche Methoden dar, Schatzverstecke an Hand von mehreren Faktoren auszumachen, ohne eine Ausgrabung oder den Einsatz von Geräten (Metalldetektoren). Geheimnisvoll, schonend und knifflig. Können Experten das Rätsel um die perfekte Formel lösen? Bitte Denkmalschutz, Meldepflicht und Fundrecht der jeweiligen Region beachten.

Achtung: Schatzsucher bitte den Denkmalschutz beachten. Aktive Schatzsuche soll nur mit der Kenntnis und Einhaltung der Denkmalschutzgesetze und den anderen relevanten Gesetzen wie Meldepflicht, Fundrecht,...ausgeübt werden.  "Treasure Trovecy" und andere ähnliche Techniken, nur in rechtlichen Rahmenbedingungen, dann aber sinnvoll und hilfreich, etwa für schonende genehmigte Ausgrabungen, bei denen Fund und Fundzusammenhang gewahrt bleiben sollen.

 

Vielen Dank, Euer Schatzwert Team