Auf den Grundstücken der Weltwunder

Im vergangenen Jahrhundert wurden drei der wohl berühmtesten Weltwunder erstmals entdeckt und archäologisch vollständig untersucht: Angkor Watt, Machu Picchu und die Felsenstadt Petra.

Alle drei Weltwunder haben aber eines gemeinsam, denn alle drei sind Zeugen der menschlichen Kultur und Baukunst und, sofern sie gut konserviert werden, ein ewiges Zeichen menschlichen Kulturschaffens auf allen Kontinenten dieser Erde. Doch welche Lehren können wir aus der Entdeckung und den archäologischen Kenntnissen von Angkor Watt und Machu Picchu ziehen? Überlegene Baukunst für die Ewigkeit Heutige Baumaterialien können so ein Ergebnis wie es in Angkor Watt, Machu Picchu und Petra zu sehen ist niemals leisten. Hierin sind sich Experten der Architektur weitestgehend einig.

Selbst die am stabilsten gebauten und atombombensicheren Bunker in Amerika benötigen weitaus mehr Pflege und haben eine wesentlich geringere Haltbarkeit wie diese Monumente aus der frühen Vergangenheit. Worin das Geheimnis der antiken Baumeister lag versuchen Wissenschaftler aus der ganzen Welt schon seit Jahrzehnten zu ergründen. Fest steht mittlerweile nur das die Bauherren entweder großes Glück bei der Wahl des Bauplatzes, oder eine große Kenntnis über die Witterungsverhältnisse und die Umwelteinflüsse hatten. Leider gibt es aus Angkor Watt und Macu Picchu nur wenige entzifferbare Zeugnisse aus dieser Zeit, sodass eine stichhaltige Beweisführung sehr schwerfällt. Bewiesen hingegen ist die unzweifelhaft Verwendung der höheren Mathematik unter der Zuhilfenahme der simpelsten Hilfsmittel. Wie es diese vergleichsweise primitiven Kulturen schafften die Baumaterialien zu verarbeiten und die Konstruktion zu berechnen ist bis heute eines der großen Rätsel der Menschheit das auf seine Lösung wartet. Klar hingegen ist nur: sie haben es geschafft und der Nachwelt einen eindrucksvollen Nachweis ihres Könnens hinterlassen. Wäre es heute möglich ein solches Bauwerk zu errichten?

Selbstverständlich, und vermutlich noch wesentlich schneller als unsere Vorfahren. Die Kosten dafür wären aber trotzdem exorbitant und würden in vielen Fällen den Rahmen des möglichen sprengen. Wenn man bedenkt das die Bauherren von Angkor und Machu Picchu ihre Werke über Generationen hinweg errichteten und die Konstrukteure der ersten Stunde die Fertigstellung ihres Werkes meist nicht mehr erlebten, so nötigt dies dem Betrachter dieser Bauten unweigerlich den höchsten Respekt vor der Leistung unserer Vorfahren ab. Alleine die komplexen Berechnung für die Statik, das heranschaffen der Baumaterialien und die Verarbeitung dieser ausschließlich per Hand und mit lediglich primitiven Werkzeugen machen diese Bauwerke so wundersam und begeisternd. Heutige Bauten hätten, obwohl wir die modernste Technologie und die innovativsten Baumittel einsetzen, bei weitem nicht diese Haltbarkeit und diese Perfektion wie die antiken Stätten aus der Vergangenheit.

Eine Tatsache die Experten der Baubranche nicht von der Hand weisen können. Von den besten Baumeistern lernen Moderne Architekten und Entwickler von Baustoffen warten neuerdings mit Spannung auf neue Ergebnisse aus Angkor und Machu Picchu. Denn wenn das Wissen der genialen Baumeister aus der Vergangenheit in Vergessenheit geriet, so haben moderne Baumeister schon längst erkannt das sich dieses Wissen in der Praxis schnell auszahlen kann. Das Studium der antiken Weltwunder Macu Picchu, Angkor und Petra gehört deswegen selbstverständlich zur obligatorischen Pflicht eines jeden Profis in diesem Bereich, und die Erkenntnisse der antiken Baumeister finden heute wieder Einzug in moderne Gebäude.

Denn eines ist klar: In der Vergangenheit liegen noch viele Erkenntnisse für die moderne Zeit verborgen die es zu ergründen gibt.

Eine weitere komplexe Frage für die Grundstückseigentümer wäre, wie es den Wert des Grundstücks zu ermitteln gilt, wenn eine Ausgrabung dieser Art darauf vollzogen wird.
 

Weitere Weltwunder der Antike

  • Der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria
  • Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon
  • Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten
  • Der Tempel der Artemis in Ephesos
  • Das Grab des Königs Mausolos II. zu Halikarnassos
  • Das Bernsteinzimmer
  • Die Zeusstatue des Phidias von Olympia
  • Der Koloss von Rhodos