Gold der Skythen

Dazu gehören Armreifen, Fingerringe und Halsketten und Aufnähplättchen, die als Gewebebesatz verwandt wurden. Die Funde berichteten vom hohen Niveau der skythischen Goldschmiedekunst und widerlegten zugleich das überlieferte Klischee vom barbarischen, ständig alkoholisierten Reitervolk. Goldadern, die den Skythen als Rohstoffquellen dienten, befanden sich in Kasachstan, im Altaigebirge, in Kaukasien und Siebenbürgen. Auch durch Handel, Goldwäsche und Kriegsfeldzüge kamen die Skythen zu ihrem Gold, das von ihren Goldschmieden kunstvoll weiter verarbeitet wurde. Schmuck und Gefäße des jahrtausendealten Goldschatzes waren mit Tieren aus der skythischen Mythologie verziert, dabei sind ein liegender Hirsch oder ein springender Panther typische und wahrscheinlich religiös besetzte Motive. Sicher kam dem Schmuck eine soziale Funktion innerhalb des Verbunds der Reiternomaden zu, war er doch Darstellungsmerkmal vornehmen Standes und hoher Kriegskunst. Bilder zweier Männer, die gemeinsam aus einem Becher trinken oder eines Bogen spannenden Kriegers zieren die goldenen Behältnisse und geben auch einen Einblick in das skythische Leben. Immer noch gibt das Reitervolk den Historikern viele Rätsel auf. Das Gold der Skythen gehört dazu.
 

Unübersehbare, riesige Hügelgräber gehören zum Landschaftsbild der eurasischen Steppe. In diesen sogenannten Kurganen wurden einst mächtige Fürsten und Könige begraben. Fast zehn Jahre ist es her, dass ein solcher Kurgan hinter dem Altaigebirge an der russisch-mongolischen Grenze näher untersucht wurde. Die Funde waren sensationell: mehr als 9 000, über 2 500 Jahre alte kostbare Artefakte aus dem Zeitalter der Skythen. Unzählige nomadische Reiterstämme aus der Zeit vom 8. Bis 1. vorchristlichen Jahrhundert werden unter dem Sammelbegriff Skythen zusammengefasst. Von der Mongolei bis in das heutige Ungarn herrschten diese vielen Völker.

Ob prunkvolle Goldstücke oder Leder- und Filzstoffe, der Fund erbrachte die bisher umfassendsten Überblick skythischer Kultur. Highlight war auch die Mumie, welche in dem Hügelgrab gefunden wurde. Sie war sehr gut erhalten, weil sich in den Grabkammern auf Höhen zwischen fünfhundert bis zweitausendfünfhundert Metern Wasser sammelte, das schnell gefroren ist.

 So wurde der Verstorbene bis zum Zeitpunkt der Ausgrabung tiefgefroren. Sogar einzelne Tätowierungen sind noch erkennbar. Archäologische Funde aus den Kurganen erbrachten immer wieder faszinierenden Goldschmuck, das sagenhafte Gold der Skythen.

 Dazu gehören Armreifen, Fingerringe und Halsketten und Aufnähplättchen, die als Gewebebesatz verwandt wurden. Die Funde berichteten vom hohen Niveau der skythischen Goldschmiedekunst und widerlegten zugleich das überlieferte Klischee vom barbarischen, ständig alkoholisierten Reitervolk. Goldadern, die den Skythen als Rohstoffquellen dienten, befanden sich in Kasachstan, im Altaigebirge, in Kaukasien und Siebenbürgen. Auch durch Handel, Goldwäsche und Kriegsfeldzüge kamen die Skythen zu ihrem Gold, das von ihren Goldschmieden kunstvoll weiter verarbeitet wurde. Schmuck und Gefäße des jahrtausendealten Goldschatzes waren mit Tieren aus der skythischen Mythologie verziert, dabei sind ein liegender Hirsch oder ein springender Panther typische und wahrscheinlich religiös besetzte Motive. Sicher kam dem Schmuck eine soziale Funktion innerhalb des Verbunds der Reiternomaden zu, war er doch Darstellungsmerkmal vornehmen Standes und hoher Kriegskunst. Bilder zweier Männer, die gemeinsam aus einem Becher trinken oder eines Bogen spannenden Kriegers zieren die goldenen Behältnisse und geben auch einen Einblick in das skythische Leben. Immer noch gibt das Reitervolk den Historikern viele Rätsel auf. Das Gold der Skythen gehört dazu.

 

Verborgene Schätze und Funde