Himmelsscheibe von Nebra

Angefertigt wurde sie aus einem Bronzefladen, der immer wieder erhitzt wurde, um Spannungsrisse bei der Formgebung zu vermeiden. Dabei nahm sie eine braune bis schwarze Färbung an. Die heutige grüne Erscheinung der Scheibe entstand durch die lang anhaltende Lagerung in der Erde, es handelt sich dabei um eine Korrosionsschicht aus Malachit.

Der Fund sollte später in Berlin und auch München für 1 Million DM dargereicht werden, doch da er nach geltendem Recht Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt war, büßte er für den seriösen Kunsthandel seinen Wert ein. Anschließend wechselte die Himmelsscheibe noch mehrmals ihren Besitzer, bis sie 2001, auf Initiative des Landesamtes für Archäologie und des Innen- und Kultusministeriums, auf dem Schwarzmarkt für 700.000 DM wieder aufgenommen werden konnte. Der Wert der Scheibe kann nicht geschätzt werden, im Jahre 2006 lag der Versicherungswert jedoch bei 100 Millionen Euro.

Die Himmelsscheibe wurde von Raubgräbern am 4. Juli 1999 in Sachsen-Anhalt gefunden. Sie befand sich 4 km westlich der Stadt Nebra auf dem Mittelberg im Ziegelrodaer Forst in einer Steinkammer. Die Steinkammer liegt auf dem Gipfel des Mittelberges in 252 m Höhe innerhalb einer ringförmigen Wallanlage. Es wird vermutet, dass dieser Ort schon in der Jungsteinzeit als Observatorium genutzt wurde. Der damals unbewaldete Berg wurde später dann als Hort oder Grab umfunktioniert. Seit 2002 ist sie Teil des Bestandes des Landesmuseums für Vorgeschichte in Sachsen-Anhalt.

Bei der Himmelsscheibe von Nebra handelt es sich um eine Bronzeplatte mit Aufsätzen aus Gold, welche wahrscheinlich astronomische Phänomene und/oder religiöse Symbole darstellen. Sie gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde aus der Bronzezeit, da sie die bisher älteste bekannte Himmelsdarstellung ist. Die Platte ist nahezu kreisrund und hat einen Durchmesser von 32 cm, die Stärke nimmt von der Mitte mit 4,5 mm bis zum Rand mit 1,7 mm ab. Sie wiegt etwa 2,3 kg. Der Kupferanteil der Bronze kommt vom aus den Ostalpen, genauer vom Mitterberg bei Mühlbach bei Hochkönig. Die konnte nachweislich mit Hilfe der im Kupfer enthaltenden Radiogenen Blei-Isotope festgestellt werden.
Die beiden Raubgräber haben die Scheibe mit Hilfe eines Metalldetektors entdeckt. Sie haben die Fundstücke, an dem Ort befanden sich noch einige andere Gegenstände, einen Tag später für 31.000 DM an einen Händler in Köln verkauft.
 

Auch ohne Metalldetektor möglich,
jedoch mit Pfanne, Goldwaschen in Europa.

Dieser Wert entspräche etwa dem Dreifachen des Auktionsrekords (Gooding and Company) des zur Zeit der Auktion teuersten Oldtimers aller Zeiten, des Bugatti Typ 57SC Atlantic

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Angefertigt wurde sie aus einem Bronzefladen, der immer wieder erhitzt wurde, um Spannungsrisse bei der Formgebung zu vermeiden. Dabei nahm sie eine braune bis schwarze Färbung an. Die heutige grüne Erscheinung der Scheibe entstand durch die lang anhaltende Lagerung in der Erde, es handelt sich dabei um eine Korrosionsschicht aus Malachit.

Der Fund sollte später in Berlin und auch München für 1 Million DM dargereicht werden, doch da er nach geltendem Recht Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt war, büßte er für den seriösen Kunsthandel seinen Wert ein. Anschließend wechselte die Himmelsscheibe noch mehrmals ihren Besitzer, bis sie 2001, auf Initiative des Landesamtes für Archäologie und des Innen- und Kultusministeriums, auf dem Schwarzmarkt für 700.000 DM wieder aufgenommen werden konnte. Der Wert der Scheibe kann nicht geschätzt werden, im Jahre 2006 lag der Versicherungswert jedoch bei 100 Millionen Euro.

Verborgene Schätze und Funde