Schätze aus böhmischen Sagen

Goldader von Lam

Über das Zwereck bis zum Hochpanzer, beim bayrischen Lam, soll sich, so erzählt man, eine Goldader ziehen. Einst stießen die Einwohner Lams auf dieses Gold, verloren aber vor lauter Begeisterung und ausgelassenem Feiern, ohne Gott zu danken, diese wieder. Seither wurde der Schatz nie wieder gefunden. Inzwischen wurden Tunnel für die Eisenbahn durch den Spitzberg, auf der Goldader, gegraben, aber vom Gold war nichts zu sehen. Man sagt, arme Scheithauer mit dankbaren Herzen würden den Schatz eines Tages mit ihren Holzfuhren bergen.
 

Schatzsucher von Prag

Ein Mann aus Gansau erzählte, dass ein Schatz in der Nähe von Prag, etwa zwei Ellen unter der Erde läge. Gemeinsam mit elf Freunden machte er sich auf, den Schatz zu heben. Die Schatzsucher brauchten drei Schwarzbücher für das Vorhaben, hatten aber nur zwei. Sie sandten also einen unter ihnen, den Preuß aus Helmbach nach Bayern, wo ein Bauer das dritte Schwarzbuch haben sollte. Für sechshundert Gulden erstand dieser das Zauberbuch, den widerspenstigen Söhnen des Bauern zum Trotz. Der Teufel wurde von diesen in einer Haarstube herbeigerufen, so die Sage, und der Teufel zog los sich den jüngsten der Schatzsucher zu holen. Beim Erscheinen des Höllenfürsten jedoch, kamen dem jüngsten drei heilige Namen über die Lippen, sodann fuhr der Teufel davon. Man erzählt, ein geheimnisvoller kaiserlicher Gesandter solle mit den zwölf Schatzgräbern in Verbindung gestanden sein.

Verborgene Schätze und Funde